100 Jahre Handball in Freiberg
Alles begann 1922 als das erste Handballspiel einer Freiberger Mannschaft stattfand. Es war die Partie TV Freiberg gegen TV Flöha.
Vor dem kalten Krieg
1930 erlitt der Handball in Freiberg einen herben Rückschlag. Grund dafür war der Abstieg aus der Meisterklasse des Mittelsächsischen Handball-Verbandes. Nach 1945 folgte ein erneuter Aufschwung und der Wiederbeginn in mehreren Vereinen.
DDR Handball
Im Jahre 1954 spielten neben Einheit Freiberg auch Studenten in der HSG Wissenschaft Freiberg Handball. Der Aufstieg in die Bezirksliga gelang der 1. Mannschaft 1958.
Es folgte 1961 der Aufstieg im Feldhandball in die DDR-Liga (2. Liga) und 1963 im Hallenhandball in die Oberliga (1. Liga – zweistaffelig). 1964 bildete sich eine einstaffelige Oberliga. Daraufhin folgte der Abstieg in die DDR-Liga. In den Jahren von 1965 bis 1991 gehörte die 1. Mannschaft fast ausschließlich zur DDR-Liga mit 3. bis 10. Plätzen. Die Ernst-Grube-Sporthalle wurde im Dezember 1973 eingweiht. Daduch ergab sich die Möglichkeit der Austragung von Heimspielen in Freiberg.
Nach der Wiederverinigung - die HSG
Eine Namensänderung des Vereines in Akademischer Turn- und Sport- Verein Freiberg vollzog sich im Juni 1990. Ein einheitlicher Handball-Verband in Deutschland wurde gebildet. 1991/1992 gehörte der Verein der 2. Bundesliga an, doch leider folgte der Abstieg und ab 1992 spielt man in der Regionalliga des Süddeutschen Handball-Verbandes.
Im April 1993 folgte die Ausgliederung der Abteilung Handball aus dem ATSV Freiberg und die Bildung eines Handballvereins Handball-Spiel-Gemeinschaft Freiberg (HSG Freiberg). In der Zeit von 1993 bis 1997 und die Saison 1999/2000 spielte die HSG Freiberg in der Regionalliga Süd.
In der Zeit von 1997 bis 1999 und ab der Saison 2000/2001 spielten wir in der Oberliga. Die nach 2003 im März 2007 erneut in Freiberg ausgetragenen Finals um die Deutschen Länder-pokale für Landesauswahl-Mannschaften (Nachwuchs) waren ein herausragendes sportliches Ereignis und brachten unserem Verein viel Anerkennung durch den DHB und der Handball-verbände der Länder.
Im September 2007 feierte die HSG das Jubiläum 85 Jahre Handball in Freiberg. Neben einem traditionellen Feldhandballspiel der Oldies aus der Universitätsstadt und aus Flöha fanden in der Ernst-Grube-Halle Begegnungen aller HSG-Teams mit Gästen aus verschiedenen sächsischen Vereinen statt.
Aus der HSG werden die Dachse
Ab dem Jahr 2009 begann für die HSG Freiberg eine der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte. Bereits 2010 gelang der Aufstieg in die neu geschaffene Mitteldeutsche Oberliga (MDOL). In der ersten Saison auf dieser anspruchsvollen Bühne sorgten die Dachse direkt für Aufsehen und sicherten sich eine Medaille. In den folgenden Jahren etablierte sich die HSG Freiberg dauerhaft in der Mitteldeutschen Oberliga und wurde zu einer festen Größe im mitteldeutschen Handball.
Parallel zu den Erfolgen der Männermannschaft machte auch der Nachwuchs nachhaltig auf sich aufmerksam. Die B-Jugend unter dem Namen „Die Dachse“ sorgte in der Saison 2011/12 in der Mitteldeutschen Oberliga für Furore und krönte ihre herausragenden Leistungen mit dem Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga. In den darauffolgenden zwei Spielzeiten erlebte Freiberg begeisternden Spitzenhandball: Die Freiberger Ernst-Grube-Halle platzte bei den Spielen der A-Jugend-Bundesliga sowie der Männer I in der MDOL regelmäßig aus allen Nähten.
Nach zwei äußerst erfolgreichen Jahren in der A-Jugend-Bundesliga und der parallelen Etablierung der Männer in der MDOL folgte eine strukturelle Neuausrichtung. Die Mannschaften wurden zusammengelegt und der Verein trat fortan unter dem Namen HSG Freiberg – Die Dachse auf. Auch in den folgenden Jahren blieb der sportliche Erfolg nicht aus, gekrönt unter anderem durch einen starken dritten Platz in der Saison 2018/19.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellten den Verein jedoch vor große Herausforderungen. In der Saison 2023/24 mussten die Dachse den Gang in die Sachsenliga antreten. Doch die Antwort auf diesen Rückschlag war beeindruckend: Mit 22 Siegen aus 22 Spielen gelang der souveräne direkte Wiederaufstieg. Zusätzlich krönte sich die HSG Freiberg – Die Dachse mit dem Gewinn des HVS-Landskron-Pokals und setzte damit ein eindrucksvolles Zeichen ihrer Stärke und Geschlossenheit.
